Herbsttour von Heike Wermer:

Aus dem Kreis in die ganze Welt: Papier aus Vreden

26.10.2018, 16:43 Uhr
Heike Wermer (Zweite von rechts) zusammen mit Heinz-Georg Terhürne, (kaufm. Leitung, links), Frank Brauckmann (Geschäftsführer) und Gisela Waning (rechts, Vorsitzende der CDU Vreden) vor den fertigen Papierrollen.
Heike Wermer (Zweite von rechts) zusammen mit Heinz-Georg Terhürne, (kaufm. Leitung, links), Frank Brauckmann (Geschäftsführer) und Gisela Waning (rechts, Vorsitzende der CDU Vreden) vor den fertigen Papierrollen.

Vreden – Im Rahmen ihrer Herbsttour war Heike Wermer, Landtagsabgeordnete für den Kreis Borken, bei der Papierfabrik in Vreden zu Gast. Heike Wermer nutzt die zweite Herbstferienwoche, um einige Unternehmen, Institutionen und Vereine in ihrem Wahlkreis zu besuchen. Auf der Agenda standen bisher am Montag (22.10.2018) das rock´n´popmuseum in Gronau und das Deutsche Rote Kreuz in Stadtlohn. Am Dienstag (23.10.2018) durfte sich die Landtagsabgeordnete einen Eindruck von der heimischen Papierindustrie verschaffen.
 

Während ihrer Herbsttour möchte Heike Wermer so viele Eindrücke wie möglich sammeln, mit Menschen in Kontakt treten und sich austauschen. Der Besuch in der Papierfabrik Vreden verschaffte der Landtagsabgeordneten neue Einblicke in die gute Wirtschaft des Kreises Borken. Frank Brauckmann, Geschäftsführer in dritter Generation, und Heinz-Georg Terhürne, Kaufmännischer Leiter, erklärten Heike Wermer und Gisela Waning (Vorsitzende der CDU Vreden) zunächst die Abläufe im Unternehmen.
 
Der Betrieb verwendet ausschließlich Altpapier für die Herstellung von neuem Papier für die Wellpappen- und Verpackungs-Industrie. Das Altpapier stapelt sich vor den Hallen des Betriebes. 10.000 Tonnen werden pro Monat verarbeitet - zuerst zerkleinert und dann mit Wasser aufgelöst. Das dazu benötigte Wasser durchläuft einen Kreislauf und wird wiederverwendet, verdampft oder bleibt als Restfeuchte im Papier. So entsteht kein Abwasser. Aus dem Papierbrei wird eine endlose Papierbahn hergestellt, welche durch Pressen und mit Dampf aufgeheizte Zylinder entwässert wird. Die Papierbahn wird nach der Bearbeitung aufgerollt. Eine fertige Rolle wiegt etwa drei Tonnen.
 
Die Papierfabrik in Vreden beschäftigt etwa 66 Mitarbeiter in vier Schichten. Außerdem bildet der Betrieb jährlich ein bis zwei Auszubildende aus. Der Großteil der Angestellten kommt aus Vreden und fährt somit mit dem Rad zur Arbeit. Es gäbe keine hohe Fluktuation im Unternehmen, erklärte Heinz-Georg Terhürne. Besonders durch den Zuwachs der Online-Bestellungen steigt der Bedarf an Versandtaschen und Kartonagen. Außerdem ersetzen immer mehr Menschen Gegenstände aus Plastik durch Papier. Zum Beispiel Verpackungsmaterial. Dennoch sei die internationale Konkurrenz groß, schilderte Geschäftsführer Frank Brauckmann der heimischen Landtagsabgeordneten.
 
Nach dem Austausch wurde Heike Wermer durch den Betrieb geführt. Seit 1952 gibt es das Werk in Vreden. Die fertigen Papierrollen werden von Vreden aus in die ganze Welt verschifft.
 
„Die Herstellung von Papier bei uns im Kreis Borken ist ein Stück Geschichte und sollte bewahrt werden. Ich bin froh, dass ich mir einen Eindruck von der Produktion verschaffen durfte“, resümierte Heike Wermer ihren Besuch in der Papierfabrik Vreden.